Kirchenburgen in Siebenbürgen

Siebenbürgen im Herzen Rumäniens ist das Land der Kirchenburgen. Kirchen wurden mit Mauerringen, Wehrtürmen, Schießscharten und weiteren Verteidigungseinrichtungen ausgebaut, um den zugehörigen Dorfbewohnern Schutz vor feindlichen Angriffen zu bieten. An die Innenseiten der Wehrmauern wurden Vorrats- und Wohnkammern gebaut. Es gab Brunnen, Backöfen und Werkstätten. Einige Kirchenburgen hatten ein Schulzimmer. Im Verteidigungsfall konnten die Dorfbewohner über lange Zeiträume in der Kirchenburg überleben.

Deutsch-Weißkirch

Die Kirchburg Deutsch-Weißkirch (rumänisch: Viscri) entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts durch Umbau und Befestigung einer älteren, ehemals romanischen Kirche.

Tartlau und Honigberg

Die Kirchenburg Tartlau (rumänisch: Prejmer) liegt nahe bei Kronstadt. Sie entstand im 16. Jahrhundert und bot 272 Familien Schutz, zum Beispiel gegen die Osmanen. Sie ist restauriert und gehört seit 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe.

 

Die Kirchenburg Honigberg (rumänisch: Hărman) liegt ebenfalls nahe bei Kronstadt. Bereits Ende des 13. Jahrhunderts wurde in Honigberg eine romanische Kirche errichtet. Die Kirche erhielt ihre Wehrmauer im 15. Jahrhundert, ein erster Schutzring wurde noch im 13. Jahrhundert errichtet.